Zwei Online-Marketer sitzen am Computer und führen eine Newsletter Auswertung durch.

E-Mail-Newsletter (5/5): Kennzahlen und Auswertung

Ein Newsletter ist ein stetiger Prozess. Haben Sie ihn verschickt, beginnt schon die Auswertung. Die ist besonders wichtig, denn an den Kennzahlen sehen Sie, ob Ihr Newsletter wirklich sein Ziel erreicht – oder ob Sie noch einmal nachbessern müssen.

Die Newsletter Auswertung liefert Ihnen also wichtige Auskünfte darüber, an welchen Stellschrauben Sie noch drehen müssen. Durch die regelmäßige Analyse lernen Sie direkt von Ihrer Zielgruppe, was Sie bei Ihrem Newsletter besser machen können. Betrachten Sie die Auswertung also nie als lästige Pflicht. Sehen Sie darin vielmehr die Chance, Ihre E-Mails bestmöglich aufzubereiten!

Wir erklären Ihnen, welche Schlüsse Sie aus welchen Newsletter Kennzahlen ableiten können …

01. Die Öffnungsrate: War der Betreff gut?

Zuerst schauen Sie sich die Öffnungsrate an. Dabei wird unterschieden zwischen den einzelnen Öffnungen, also der Zahl der Empfängerinnen und Empfänger, die den Newsletter geöffnet haben, und den gesamten Öffnungen, bei denen auch WiederholungsöffnerInnen mitgezählt werden.

Die durchschnittliche Öffnungsrate für Newsletter lag 2019 laut einer Erhebung von newsletter2go bei ca. 25 %. Also öffnet im Schnitt jede vierte Person einen Newsletter. Lag Ihre Öffnungsrate mindestens im Schnitt oder gar darüber? Dann ist das schon einmal ein gutes Zeichen.

Wenn Sie jedoch niedriger ist, sollten Sie auf jeden Fall aktiv werden. Parameter, welche die Öffnungsrate von Newslettern beeinflussen, sind z. B. der Betreff und der Versandzeitpunkt. Nutzen Sie also einen A/B-Test, um Ihre Betreffzeile sowie den Versandzeitpunkt zu optimieren. Das sollten Sie übrigens auch machen, wenn Ihre Öffnungsrate bereits über dem Durchschnitt liegt. Denn diese Werte geben natürlich nur einen Fingerzeig – und Optimierungspotenzial gibt es eigentlich immer!

02. Die Klickrate: Überzeugen Ihre Inhalte?

Eine Person führt einen Klick auf einem Newsletter durch, den Sie in der Newsletter Auswertung nachvollziehen können.

Wer klickt was in Ihrem Newsletter an? Das sollten Sie stets genau beobachten. Denn so erfahren Sie, ob Ihre Inhalte bei Ihren Leserinnen und Lesern gut ankommen. Dabei unterscheidet man zwischen Einzelklicks (Wie viele Empfänger haben insgesamt irgendwas angeklickt?) und der gesamten Klickzahl.

In der Erhebung von newsletter2go lag die durchschnittliche Klickrate 2019 bei 4,25 %. Sie liegen darüber? Das spricht dafür, dass Ihre Inhalte interessant und gut aufbereitet sind! Natürlich sollten Sie sich auf diesem Erfolg nicht ausruhen. Denn inhaltliche Optimierung ist immer wichtig. Auf diesem Weg passen Sie Ihre Inhalte noch besser an die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe an. So machen Sie Ihren Newsletter zu einem echt mächtigen Werkzeug, um Ihren Content zielgerichtet auszuspielen!

03. Die Bouncerate: Kommt Ihr Newsletter gut an?

Die Bouncerate gibt an, ob Ihr Newsletter überhaupt ankommt. Dabei unterscheidet man zwischen Softbounces (Postfach der EmpfängerIn ist voll) und Hardbounces (Newsletter konnte dauerhaft nicht zugestellt werden). Auch wenn Sie im SPAM-Ordner landen, wird es in dieser Rate mit einberechnet.

Im Schnitt lag die Rate 2019 laut newsletter2go bei 2,34 %. Liegt Ihre Rate bei der Newsletter Auswertung deutlich darüber oder darunter? Das verrät Ihnen, wie konform Sie zu SPAM-Bestimmungen agieren und ob Ihre technische Struktur gut aufgestellt ist. Sollten Sie überraschend hohe Bounceraten aufweisen, sollten Sie unbedingt den gesamten Versandprozess überdenken und ggfs. umstellen.

04. Die Abmelderate: Machen Sie Ihre Zielgruppe glücklich?

Hohe Abmelderaten sind natürlich die Höchststrafe bei der Newsletter Auswertung. Immerhin geben diese Kennzahlen an, dass Ihre Zielgruppe kein Interesse mehr an Ihrem Newsletter hat. Im schlimmsten Fall hat sie sogar das Interesse an Ihrem Unternehmen verloren.

Im Schnitt lagt die Abmelderate 2019 bei 0,34 %. Wenn Sie darunter liegen, müssen Sie sich keine Gedanken machen. Denn ein paar Abmeldungen sind völlig normal. Liegen Sie allerdings signifikant darüber, ist das ein klares Warnsignal. Dann sollten Sie zunächst den Anmeldeprozess hinterfragen. Ist dieser transparent gestaltet? Wissen die Personen, worauf sie sich einlassen, wenn sie Ihren Newsletter abonnieren? Oder werden Sie an verschiedenen Stellen quasi dazu gezwungen, sich anzumelden?

Letztlich zeigt die Abmelderate bei der Newsletter Auswertung vor allem aber, dass Sie Ihr Versprechen mit Ihren Inhalten nicht eingelöst haben. Menschen haben sich mit einer gewissen Erwartung angemeldet. Diese wurde aber nicht erfüllt, sei es durch unpassende Inhalte, zu häufige Mailings oder andere Aspekte. Schauen Sie also genau hin und hinterfragen Sie den gesamten Ablauf von der Anmeldung bis zur Mail!

05. Die Conversionrate: Zündet Ihr Newsletter?

Eine Hand dreht an einem Optimierungs-Regler um die Conversion des Newsletters zu erhöhen.

Jeder Newsletter verfolgt ein klares Ziel. Natürlich informieren Sie in erster Linie, aber eigentlich wollen Sie, dass Ihre Zielgruppe eine bestimmte Aktion ausführt. Um zu sehen, ob das auch funktioniert, sollten Sie die Conversionrate in Ihrer Newsletter Auswertung betrachten. Diese zeigt Ihnen Ihr individuelles Ziel an (Download, Kauf, Anfrage usw.).

Damit das funktioniert, müssen Sie für gewöhnlich Google Analytics in Ihr Mailprogramm integrieren. Dann ersetzen Sie alle Links aus Ihrem Newsletter durch Tracking-Links. So können Sie genau nachverfolgen, wer aus Ihrem Newsletter auf Ihre Website kommt und welche Aktion durchführt.

Auch die passiven Conversions können Sie erfassen, also Nutzerinnen und Nutzer, die nicht direkt über Ihren Newsletter auf Ihre Website gegangen sind, diesen aber empfangen und auf anderem Weg bei Ihnen gekauft haben. Diese Aktionen sind schließlich ggfs. auch Ihrem Newsletter zuzurechnen. Auch können Sie in Ihrer Newsletter Auswertung erfassen, wer Ihren Newsletter empfängt, aber nie auf Ihre Website geht.

Insgesamt gilt natürlich: Die Conversionrate sollte so hoch wie möglich sein. Schließlich bringen die höchsten Öffnungsraten Ihrem Unternehmen zwar Reichweite, aber am Ende nicht mehr Umsatz. Deshalb müssen Sie hier genau hinschauen, ob Ihr Conversionziel wirklich erreicht wird.

Wenn Ihre Conversionrate niedrig ist, kann das verschiedene Gründe haben. Es kann einerseits an den Inhalten Ihres Newsletters liegen, aber eben auch an der Seite, auf die der Newsletter verlinkt. Haben Sie also hohe Öffnungsraten und Klickzahlen, am Ende aber keine Conversion, ist sehr wahrscheinlich die Landingpage Schuld.

Newsletter Auswertung ist ein ewiger Prozess

Wichtig ist, dass Sie verstehen, dass ein Newsletter eine stetige Entwicklung ist. Was gestern noch funktioniert hat, greift morgen vielleicht schon nicht mehr. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie die Newsletter Auswertung stets im Blick behalten und sich überlegen, wie Sie Ihre Mails weiter optimieren können.

Dabei geben Ihnen die angegebenen Durchschnittszahlen zwar eine Orientierungshilfe. Am Ende sind sie aber nicht mehr als ein Fingerzeig und haben für Ihr Unternehmen und Ihre Branche nur beschränkte Aussagekraft. Wenn Sie branchenspezifischere Angaben suchen, finden Sie diese jedoch auch in der zitierten Auswertung von newsletter2go. Was einfach klar sein sollte: Auch wenn die Newsletter Kennzahlen im Vergleich gut sind – haben Sie stets weiter ein Auge drauf und testen Sie!

Newsletter Auswertung leicht gemacht …

Als Internetagentur bieten wir Ihnen den kompletten Newsletter-Ablauf an. Wir analysieren Ihre Zielgruppe, erstellen in Absprache die passenden Inhalte und liefern Ihnen regelmäßige Reportings mit Handlungsvorschlägen. So entwickeln wir Ihren Newsletter stetig weiter und machen Ihn zu einer wichtigen Säule in Ihrem Marketing.

Serie E-Mail-Newsletter

E-Mail-Newsletter sind ein mächtiges Marketinginstrument. Wir erklären Ihnen, worauf es ankommt, um sie erfolgreich einzusetzen. Finden Sie hier alle Beiträge unserer Blog-Reihe: