Zwei Mitarbeiterinnen im Print-Marketing prüfen Drucksachen.

Print is not dead: Warum Sie 2021 auf Print-Marketing setzen sollten

Der digitale Werbemarkt boomt. Dank Social Media, SEO & Co. steigen die Werbeausgaben im digitalen Bereich stetig an. Kein Wunder: Unsere Lebenswelt findet zunehmend online statt, es ist also nur logisch, dass die Werbung ihrer Zielgruppe folgt. Dennoch hält sich das wackere, gallische Dorf gemäß des Credos: Print is not dead. Aber haben Drucksachen und Offline-Marketing wirklich noch eine Zukunft?

Was fällt überhaupt unter Print-Marketing?

Grundsätzlich umfasst der Begriff Print-Marketing alle Marketingmaßnahmen, die auf Papier gedruckt stattfinden. Konkret fallen darunter beispielsweise folgende Drucksachen:

  • Flyer
  • Plakate
  • Kataloge
  • Broschüren
  • Magazine
  • Anzeigen in Fachzeitischriften & Zeitungen

Warum hat Online-Marketing den Drucksachen den Rang abgelaufen?

Die Entwicklung hin zu einem digitalen Werbemarkt ist nur logisch. Denn die Werbung orientiert sich stets am Verhalten der Zielgruppe. Diese ist aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen deutlich stärker im Internet aktiv. Dazu haben Smartphones & Social Media natürlich einen großen Beitrag geleistet.

Schließlich ist das Smartphone permanent in Nutzung und Social Media ermöglichen die Vernetzung und den permanenten Kontakt zu anderen Menschen. Dementsprechend wichtig ist es für Unternehmen, in diesem Kontext ebenfalls stattzufinden.

Dazu kommt, dass sich Online-Marketing einfach besser kontrollieren, ausspielen und messen lässt. Eine Werbeanzeige auf Google (SEA) kann exakt auf Suchbegriffe und Zielgruppen zugeschnitten werden. Während der Kampagne können permanent Daten in Echtzeit ausgelesen und die Werbeanzeige in Sachen Klicks und Conversions optimiert werden. Das ist bei einem Flyer oder einer Plakatwerbung nicht möglich.

Last but not least: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind größer. Schließlich können Kreative bei Online-Anzeigen aus dem Vollen schöpfen und Video mit Ton zu einem ansprechenden Gesamterlebnis vereinen.

Ist Print-Marketing wirklich tot?

Keine Sorge, die Antwort lautet eindeutig: Print is not dead. Not yet. Selbstverständlich werden Printerzeugnisse insgesamt weniger, gerade der Magazin- und Zeitungsmarkt dünnt immer weiter aus. Dennoch werden Printerzeugnisse in naher Zukunft weiterhin existieren und eine wichtige Rolle im Marketing-Mix spielen.

Diese Erkenntnis wird von verschiedenen Erhebungen gestützt. So belegt eine Statistik von statista aus dem Jahr 2019 zum Deutschen Werbemarkt zwar, dass Online-Marketing mit 35,9 % Werbeanteil die Nase vorn hat. Print-Marketing folgt allerdings knapp dahinter mit immerhin 33,5 %. Dazu kommt außerdem noch postalische Werbemittel, die ebenfalls einen größeren Anteil einnehmen.

Diese Werbeausgaben für Print-Marketing passen auch zum Nutzungsverhalten, welches der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) analysiert und auf seiner Jahrespressekonferenz 2020 präsentiert hat. 88 % der Deutschen lesen demnach Zeitschriften – und diese verteilen sich quer durch alle Altersschichten mit dem niedrigsten Anteil zwischen 14-19 Jahren (75 %) und dem höchsten Anteil bei den über 60-jährigen (93 %).

Mehrere Kataloge liegen übereinander als Beispiel für Print-Marketing.
Zeitschriften, Magazine und Drucksachen werden auch 2020 noch gerne konsumiert.

Natürlich sind dies nur Zahlen für den Zeitungsmarkt. Allerdings beweisen sie, dass das gedruckte Wort auch 2020 noch Relevanz hat. Eine Relevanz, die dem Print-Marketing nur zu gerne abgesprochen wird.

Gute Gründe, um 2021 auf Drucksachen zu setzen

Der Print-Markt ist also noch lange nicht tot. Und das hat verschiedene Gründe. So gibt es schlichtweg noch Zielgruppen, die printaffin und online schwer erreichbar sind. Selbstverständlich sind das häufig ältere Menschen, doch je nach Produkt können genau sie den Kern Ihrer Kundschaft ausmachen.

Doch nicht nur ältere Menschen lesen Magazine & Co., wie die Zahlen des VDZ gezeigt haben. Dementsprechend gibt es immer noch eine große Zahl an Menschen, die gerne Drucksachen in die Hand nimmt.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Offensichtlich spielt die Haptik dabei eine Rolle. Bei Print-Marketing schwingt im Idealfall immer eine gewisse Wertigkeit mit, die im digitalen Bereich schwer zu erreichen ist. Dabei geht es um das Gefühl, den Duft und auch die Farbbrillanz, sofern es sich um ein hochwertiges Druckprodukt handelt.

Menschen, die ein Magazin oder eine Broschüre in die Hand nehmen, nehmen sich für gewöhnlich auch mehr Zeit dafür. Während Online-Marketing schnelllebig ist, hat Print mehr Zeit. Dabei schwingt auch eine gewisse Exklusivität mit, die ein hochwertiges Print-Produkt vermittelt.

Außerdem spielt eine große Rolle, dass das Vertrauen in die Zuverlässigkeit von Print-Marketing und Drucksachen deutlich höher ist. Laut Edelmann Trust Barometer vertrauen 2020 63 % der Menschen in „Editorial Media“, während nur 29 % ihr Vertrauen in „Social Media“ setzen.

Kurz gesagt: Print-Marketing überzeugt mit Wertigkeit, Exklusivität, Vertrauenswürdigkeit und passt zu gewissen Zielgruppen. Mehr Gründe braucht es eigentlich nicht, um klar zu sagen: Print is not dead! Aber wie geht gutes Print-Marketing in 2020?

5 Tipps für besseres Print-Marketing

Mehrere Broschüren liegen übereinandergestapelt auf einem Tisch.

01. Schauen Sie nach vorne, nicht zurück

Viele Marketer beschäftigen sich nur noch mit Print-Marketing, um sich wehmütig die vergangenen Zeiten zurückzuwünschen. War der Print-Markt früher ergiebiger? Natürlich, schließlich gab es weniger Alternativen. Doch der Markt hat sich immer schon verändert und an neue Situationen angepasst.

Schon die flächendeckende Einführung von Radio oder Fernsehen hat die Möglichkeiten von Drucksachen beeinflusst. Jede Veränderung im Mediensektor erfordert ein Reflektieren und eine Anpassung. Dementsprechend sollte nicht betrauert werden, wie es einmal war. Stattdessen suchen Sie Wege, um in der momentanen Situation und mit Blick auf die Zukunft Ihr Unternehmen bestmöglich aufzustellen.

02. Denken Sie kanalübergreifend

Wenn Sie eine neue Kampagne oder die Kommunikationsstrategie aufsetzen, dann planen Sie alle Kanäle ein. Denken Sie Print nicht getrennt von Social Media oder SEO. Führen Sie alle Aspekte in einer kanalübergreifenden Kampagne zusammen.

Dabei achten Sie natürlich auf die jeweiligen Spezifika der Medien und adaptieren Ihre Idee bestmöglich. Dadurch schaffen Sie es, eine Kampagne aufzustellen, die ganzheitlich wirkt und so Erfolg verspricht.

03. Schaffen Sie Brücken zwischen Offline und Online

Offline und Online können sich gegenseitig ergänzen. Ein klassisches Beispiel dafür sind QR-Codes. Diese können Interessierte scannen, um vom Print-Medium hin zum Digitalen geführt zu werden.

So bildet dann Ihr Flyer oder die Broschüre einen Kontaktpunkt, den Sie mit digitalen Inhalten unterfüttern. Wie Google Ads also auf eine Landingpage führen, so können auch Print-Anzeigen und Drucksachen funktionieren.

Also bringen Sie Offline und Online zusammen und bieten Sie Ihrer Kundschaft den bestmöglichen Gesamteindruck.

04. Setzen Sie auf Viralität durch Kreativität

Viralität? Das funktioniert doch nur im Online-Marketing, oder?! Falsch gedacht! Denn auch kreative Plakatanzeigen und Werbematerialien können viral gehen. Schließlich werden sie mit dem Smartphone schnell abfotografiert und über alle Kanäle geteilt.

Grundvoraussetzung dafür: Kreativität und Qualität. Ihr Print-Marketing muss Emotionen erzeugen, optisch begeistern und insgesamt Ihre Zielgruppe wirklich ansprechen. So schaffen Sie es, dass Ihre Kundschaft Ihnen bereitwillig mehr Reichweite verschafft, als Sie im Print-Marketing jemals erwartet hätten.

05. Bedenken Sie die Customer Journey

Print und Online können problemlos co-existieren und sich gegenseitig pushen. Denn im Idealfall sprechen sie als Kontaktpunkt Ihre Kundschaft an unterschiedlichen Schritten innerhalb der Customer Journey an. Während der Flyer oder die Broschüre vielleicht der Erstkontakt mit Ihrem Produkt darstellt, ist Ihre Social-Media-Präsenz bereits einen Schritt weiter.

Ob Suchmaschinenanzeige, Social-Media-Werbung, Web-Banner, Plakat, Flyer oder Printanzeige: All diese Anzeigen markieren unterschiedliche Punkte mit ihrer eigenen Relevanz für gewisse Teile Ihrer Zielgruppe. Jeder dieser Punkte markiert eine eigene Stelle innerhalb der Customer Journey.

Im Idealfall denken Sie Print und Offline also nicht getrennt, sondern als großes Ganzes, das der Kundschaft einen bestmöglichen Weg von Aufmerksamkeit über Interesse bis hin zu Wunsch und Aktion ermöglicht. Ganzheitlichkeit lautet das Zauberwort.

Wir führen Ihr Print-Marketing in die Zukunft …

Gutes Print-Marketing spielt immer noch eine große Rolle im Marketing-Mix. Dabei gilt, wie bei jeder Form von Marketing: Kreativität gewinnt. Als erfahrene Agentur sind wir Ihr Ansprechpartner, wenn es darum geht, Print und Online in kreativen Kampagnen zu verbinden. Gerne verpassen wir auch Ihren Drucksachen ein Upgrade und machen Ihr Print-Marketing fit für die Zukunft. Ihre Zielgruppe wird es Ihnen danken …