Frau filmt Konzert mit dem Smartphone

Instagram: Live-Video jetzt mit Save-Funktion

Die Live-Video-Funktion von Instagram ist noch recht jung, doch ihre Fangemeinde wächst täglich. Deshalb entwickelt der Foto-Dienst das neue Feature auch stetig weiter – und bessert in dieser Woche mit einem Update nach, das längst überfällig war.

Nutzer können ihre Videos ab jetzt auf ihrem Smartphone sichern, sobald sie ihren Live-Stream beendet haben. Gespeichert wird dabei nur das Video selbst. Sämtliche Interaktionen und Kommentare sowie Informationen über die Zuschauer gehen weiterhin verloren.

Interessant ist die neue Funktion zum Beispiel für User und Unternehmen, die nicht nur einen erfolgreichen Instagram-Account, sondern auch einen YouTube-Channel betreiben. Sie können das Live-Video jetzt an anderer Stelle weiterverwenden, um so ein größeres Publikum zu erreichen.

Das Instant-Konzept bleibt bestehen

Seinem Instant-Konzept bleibt Instagram mit seiner Neuerung vorerst übrigens weitestgehend treu. Sobald der Stream beendet ist, taucht das Live-Video auch nicht mehr in der App auf. In diesem Punkt bleibt also alles beim Alten.

Wer seine Live-Aufnahme abspeichern möchte – zum Beispiel, um sie später in seinem YouTube-Channel hochzuladen –, beendet sein Video erst einmal ganz wie gewohnt. In der rechten oberen Ecke des finalen Bildschirms befindet sich dann der neue Save-Button.

Und auch die Konkurrenz gibt Gas in Sachen Live-Video. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat gerade erst die sogenannte Periscope Producer API veröffentlicht, die die Integration professioneller Videoinhalte vereinfacht. Und auch der Tech-Riese Facebook legt in dieser Woche nach: Live-Streams können von nun an nicht mehr nur mit mobilen Endgeräten gestartet werden, sondern auch von Laptops und Desktop-PCs. Ein großer Schritt in Sachen Qualität von Live-Videos.

Live-Video: Direkt, unbearbeitet, authentisch

Und was soll das Ganze? Fragt man Social-Media-Experten nach ihren Prognosen für 2017, besteht in einem Punkt Konsens: Live-Video ist der wichtigste Trend des Jahres.

In den führenden sozialen Netzwerken sind die Streaming-Optionen schon 2016 nach und nach angelegt worden. Jetzt müssen nur noch die Berührungsängste der Nutzer abgebaut werden, dann wird, so die einmütige Voraussage, auch die Anzahl an Streams explosionsartig steigen.

Klassische Videos ohne Live-Charakter werden durch das neue Format wohl kaum abgelöst. Aber Marken und Unternehmen werden zunehmend den Nutzen der Echtzeit-Berichterstattung zu schätzen lernen: die direkte und authentische Ansprache ihrer Fans und Follower.

Einfach loslegen

Kein anderer Online-Inhalt gewinnt so rasant an Wichtigkeit wie das Videoformat. Um nicht den Anschluss zu verlieren, sollten Unternehmen einfach anfangen, mit Online-Videos zu experimentieren. Eine perfekte Spielwiese bieten Instagram Stories und Snapchat, da sich die Inhalte dort automatisch nach 24 Stunden wieder löschen. So können Marken ganz ungezwungen die zahlreichen Content-Möglichkeiten ausprobieren.

Was ist Live-Video?

Als Live-Video werden Videoaufnahmen bezeichnet, die mit Smartphone, Tablet oder Kamera aufgenommen und in Echtzeit ins Internet übertragen werden. Häufig genutzte Anbieter sind zum Beispiel Facebook Live, Periscope und Twitch und seit November 2016 auch Instagram.

Bildquelle: unsplash.com, veeterzy