Similar Items: Shopping in Googles Bildersuche

Die Bildersuche als Einstieg ins Shoppingerlebnis? Wenn es nach Google geht, ist das in Zukunft der Fall. Der Internetriese präsentiert unter Fotos aus der Ergebnisliste von nun an sogenannte Similar Items (Ähnliche Produkte). Angezeigt werden Artikel aus Online-Shops, die den auf dem Foto abgebildeten Produkten ähneln. Die Ergebnisse werden prominent unter dem Bild platziert. Sie rücken an die Stelle, an der bis zuletzt ähnliche Fotos angezeigt worden sind.

Die Funktion „Similar items“ ist vorerst auf mobilen Geräten sowie in der Android-App eingeführt. Sie funktioniert derzeit nur mit Handtaschen, Sonnenbrillen und Schuhen. Weitere Kategorien aus dem Bereich Lifestyle sollen aber noch im Laufe des Jahres erschlossen werden.

Nutzerservice oder Berechnung?Similar Items in der Google Bildersuche

In seinem Webmasterblog erklärt Google als Hintergrund, eine der am häufigsten gestellten Nutzeranfragen sei gewesen, nähere Informationen zu abgebildeten Produkten zu erhalten. Offiziell soll die neue Funktion den Nutzern ein neues Sucherlebnis ermöglichen, sie inspirieren.

Nicht unwahrscheinlich ist aber, dass sie vor allem großen Online-Shops wie Amazon das Wasser abgraben soll. Durch die Similar Items soll Googles Bildersuche zum regelmäßigen Startpunkt mobiler Shoppingtouren werden. Denn schon jetzt bedienen sich viele User beim Shopping der Suchfunktion. Darauf weist eine Auswertung der Suchanfragen hin. Mussten Nutzer, die zuvor „Wintermantel Damen“ oder „Sonnenbrille Herren“ gesucht haben, zuvor dem Link zum Foto folgen und hoffen, dahinter einen Shop zu finden, bekommen sie jetzt ein direktes Kaufangebot.

Schema.org-Markup als Grundlage

Um sicherzugehen, dass Shop-Artikel als ähnliche Artikel gefunden und mit zusätzlichen Informationen versehen werden können, müssen die wichtigsten Produktdaten nach dem Produkt-Markup von schema.org hinterlegt sein. Notwendige Angaben sind der Name des Produkts, ein Produktfoto, der Preis und die Verfügbarkeit.

Mit dem Test-Tool für Struktur-Daten kann im Anschluss überprüfen werden, ob alle Daten richtig hinterlegt sind. Dort fügt man entweder den erstellten Code oder direkt die URL der betreffenden Website ein.

In Googles Blog-Artikel taucht an keiner Stelle das Wort Werbeformat auf. Die Neuerung wird anhaltend als Feature bezeichnet. Dennoch scheinen die Similar Items ein weiterer Schritt in Googles Monetarisierungsstrategie zu sein und ihre Einführung womöglich ein rentabler Schachzug für das Unternehmen.

Fotos: BoxerX/Shutterstock, Screenshot google.de